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Arthroskopie Bei den Operationstechniken an der Schulter hat sich heute neben den konventionellen offenen Verfahren in vielen Bereichen die Arthroskopie durchgesetzt. Bei der Arthroskopie werden durch kleine Schnitte eine Kamera von hinten sowie Instrumente von vorne in die Schulter eingebracht. Die arthroskopische Technik wird v.a. bei Stabilisierungsoperationen am Gelenk sowie bei Entlastungsoperationen zwischen den Sehnen an der Schulter und dem Schulterdach durchgeführt. Teilweise können auch Sehnenrisse an der Schulter je nach Grösse arthroskopisch operiert werden. Download Film über Arthroskopie-Schulterinstabilität (2 MB)
Stabilisierungs-Operation bei Schulter-Instabilität Bei dieser Operation wird von hinten eine Kamera ins Gelenk eingebracht. Häufig findet nach einer Schulterausrenkung eine Ablösung des sogenannten Labrums, d.h. Faserknorpelring, um die Pfanne statt. Dieses Labrum muss wieder an den knöchernen Pfannenrand fixiert werden. Initial wird der am falschen Ort vernarbte Labrum-Kapsel-Band-Komplex mobilisiert. Am ursprünglichen Ansatz des Labrums wird der Knochen mittels einer Knochenfräse angefrischt bis Blutungen entstehen. Anschliessend werden Bohrlöcher gesetzt. Nun wird das Labrum durch den vorderen Zugang mit einem Faden gefasst. Bei jedem Faden wird ein resorbierbarer, d.h. sich selbst auflösender, Anker oder Titan-Anker aufgesetzt und in das entsprechende Bohrloch eingeschlagen. Von aussen werden die Fäden verknüpft und im Bereich des Ankers fixiert. Je nach Ausmass der Verletzung müssen drei bis fünf Anker gesetzt werden.
Acromioplastik Häufig besteht an der Schulter ein sogenanntes Impingement-Syndrom, d.h. es findet eine Einklemmung statt zwischen dem Schulterdach und den Sehnen an der Schulter. Verantwortlich für die Einklemmungen können ein entzündeter Schleimbeutel, Randzackenbildung bei Arthrose oder Kalkeinlagerungen in den Sehnen der Schulter sein. Durch einen hinteren Zugang wird die Kamera und durch den vorderen Zugang werden Instrumente eingeführt, mit denen der Schleimbeutel, die Randzacken oder das Kalkdepot entfernen werden können. Zusätzlich wird durch das Knochenanfräsen des Schulterdaches der Raum zwischen dem Schulterdach und den Sehnen erweitert, um genügend Platz für die Sehnen zu schaffen.
Offene Operation an der Schulter bei Sehnenverletzungen Bei grösseren Sehnenrissen wird das offene Verfahren gewählt. Es wird ein Säbelschnitt an der Haut über dem Schulterdach gewählt. Ablösen des grossen Deltamuskels mit Knochenschuppe. Der meist verdickte Schleimbeutel unter dem Schulterdach kommt zum Vorschein. Dieser wird vollständig entfernt. Nach Entfernung desselben kommt der Sehnenriss zur Darstellung. Der Rand der Sehne wird ausgeschnitten, sodass ein gut durchblutetes Gewebe randbildend ist. Der Knochen am Ansatz der Sehne wird ebenfalls angefrischt. Die Sehne muss meistens von Vernarbungen gelöst werden, damit sie gut mobilisiert werden kann. Die Sehne wird mit speziellen, nicht resorbierbaren Fäden gefasst und in Zugrichtung durch den Knochen fixiert, sodass sie an ihrem ursprünglichen Ansatz fixiert werden kann. Bei weichen Knochen werden die Fäden über einem Titan-Plättchen verknüpft, sodass eine optimale Fixation gewährleistet ist. Es werden drei bis fünf solche Nähte gesetzt. Nach Rekonstruktion der Sehne erfolgt der schichtweise Wundverschluss. Nach der Operation erhält der Patient eine Abduktionsschiene, und zwar noch im Operationssaal, welche für insgesamt sechs Wochen Tag und Nach getragen werden muss.
Je nach Grösse des Sehnenrisses kann diese Operation auch arthroskopisch durchgeführt werden. Die Sehnen werden mittels resorbierbaren, d.h. sich auflösenden Ankern oder Titan-Ankern im Knochen fixiert. |