Praxisklinik Rennbahn

Suche   >>
Swiss Olympic Medical Center
 
HomeKlinikPraxenPhysioLeistungsdiagnostikBiomechanikKontakt
 
  Praxisklinik Rennbahn AG
das Kompetenzzentrum für
Orthopädie und Sportmedizin
St. Jakobs-Strasse 106
CH - 4132 Muttenz
Tel. +41 61 465 64 64
Fax. +41 61 465 64 69
Operationssaal
Bettenstation
Operationen
Achillessehne
Knie
Sprunggelenk
Schulter
Leitung
Achillessehne  

Tenolyse
Unter Tenolyse versteht man das Befreien der Achillessehne von Einengungen oder nicht mehr regenerationsfähigem Sehnengewebe, welche die Ursache für Achillessehnenbeschwerden sein können. Über einen kleinen, ca. 3cm messenden Schnitt an der Innenseite der Achillessehne wird diese freigelegt, inspiziert und tenolysiert. Unter Lupensicht kann der Operateur krankhafte Veränderungen ausmachen und schonend beseitigen. In Abhängigkeit des Ausmaßes der Sehnenschädigung kann eine Verstärkungsplastik notwendig sein. Häufig kombinieren wir diesen Eingriff mit einer Logenspaltung der tiefen Flexoren.

Verstärkungsplastik
Auf der Grundlage biomechanischer, bildgebender und klinischer Untersuchungen wird die Indikation für eine Verstärkungsplastik gestellt. Hiermit können wir bereits vor der Operation sehr genau das Ausmaß der Schädigung der Achillessehne festlegen und Sie entsprechend beraten. Ziele sind hier der optimale Funktionserhalt und die größtmögliche Belastbarkeit der Sehne.

Bei einem Funktionsverlust der Achillessehne von unter 30% beschränken wir uns auf die Verstärkungsplastik der beschädigten Areale mit der Plantarissehne (Affensehne). Über einen ca. 5-7cm langen Schnitt an der Innenseite der Sehne wird die Plantarissehne aufgesucht und mit einem Spezialstripper auf Höhe des Knies abgelöst. Anschließend erfolgt eine Tenolyse der Achillessehne, wobei die Plantarissehne in einem weiteren Schritt dort eingeflochten wird, wo die Achillessehne beschädigt ist. Aus dem überstehenden Anteil kann die Gleitschicht der Achillessehne rekonstruiert werden, die eine entscheidende Rolle bei der Sehnenernährung spielt. Dabei berücksichtigen wir streng die anatomischen Gegebenheiten.

Beträgt der Funktionsverlust über 30%, empfehlen wir die Verstärkung der Achillessehne mit Umkippplastik aus dem Gastrocnemiusspiegel. Der M. gastrocnemius (Zwillingswadenmuskel) endet zusammen mit dem M. soleus (Schollenmuskel) in einer gemeinsamen Endsehne, der Achillessehne. Am Muskel- Sehnen- Übergang des M. gastrocnemius befindet sich eine große Sehnenplatte, aus der ein Sehnenstreifen für die neue Achillessehne entnommen wird. Der Zugang erfolgt an der Innenseite der Achillessehne auf einer Länge von ca. 20cm. Nach Tenolyse der Sehne wird der Sehnenstreifen, der über einen kleinen zusätzlichen Schnitt weiter oben abgesetzt wurde, in sich vernäht, sodass ein rundes Transplantat entsteht. Nach Legen eines U- förmigen Bohrkanals im Fersenbein kann das Transplantat in die alte Sehne unter Refixation des häufig abgerissen M. soleus eingezogen und am Fersenbein über zwei starke Fäden im Bohrkanal befestigt werden. Anschließend wird die alte Sehne in 15°- Spitzfußstellung sandwichartig über das Transplantat genäht.

Noch ein paar Worte zu anderen Techniken...
Gerade die Umkippplastik ist zur Rekonstruktion ausgedehnter Sehnenschäden weit verbreitet. Allerdings wird dabei weder eine anatomische noch funktionell sinnvolle Rekonstruktion angestrebt, weshalb wir häufig Patienten mit insuffizienten Achillessehnen in unserer Klinik operieren.
Sogenannte minimal- invasive Techniken bieten gegenüber den offenen Techniken lediglich den Vorteil einer niedrigeren Rate an Wundheilungsstörungen, zur Rekonstruktion einer funktionell optimalen Sehne sind sie nicht geeignet.

Aus diesem Grund bieten wir auch keinen Sehnenersatz durch die Sehnen des Flexor hallucis an, da dieser eine wichtige Funktion beim Abstoß und der Pronationskontrolle ausübt, obwohl diese Technik derzeit auf vielen Kongressen als Goldstandard angepriesen wird.



Seite drucken Link versenden Zum Anfang der Seite